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Wednesday, May 24, 2023

Trostgedanken • So getragen bist Du • Buch-Neuveröffentlichung

Liebe/r Leser/in,

Du hast einen Verlust erfahren und willst mit der Trauer umgehen lernen?

Du kennst jemanden, dem es so ergeht?

Dann könnte dieses neu erschienene Werk eine gute Idee sein, an dem unser Vereinsgründer Rainer Knaack durch das Verfassen eines der Kapitel mitwirken durfte.

Ab sofort in unserem Online-Shop (<-- Link klicken) erhältlich - die ersten sieben Exemplare gibt es versandkostenfrei…gute Gelegenheit, den ein oder anderen Artikel gleich mitzubestellen ;-)

In diesem Kurzvideo gibts ergänzende Worte der Autorin anlässlich der Veröffentlichung - oder unterhalb des nachfolgenden Bildes.

Beste Grüße sendet Euch

Rainer 
Bestsellerautorin Anne Löwen weiß, wie es ist, Kinder viel zu früh verabschieden zu müssen. Sie hat selbst zwei Babys in der Schwangerschaft verloren. In ihrem neuen Buch will sie Frauen, die eine oder mehrere Fehlgeburten erlebt haben, in ihrer Trauer begleiten. In tröstlichen Texten erzählt sie davon, wie kostbar das fehlgeborene Kind auch in Gottes Augen ist und dass er allen Schmerz, alle Wut und alles Unverständnis verstehen kann. Durch ihre einfühlsame Art schenkt Anne Löwen Ermutigung, Trost und neue Hoffnung.
Verschiedene Kapitel mit persönlichen Geschichten von betroffenen Frauen (und Männern u.a. @rainerknaack) ermutigen und zeigen, wie die verschiedenen Autoren mit dieser schmerzvollen Situation umgegangen sind und was ihnen in ihren Fragen, in ihrer Ehe und in ihrer Beziehung zu Gott geholfen hat, um Heilung für ihr zerbrochenes Herz zu finden.
.

Monday, December 10, 2018

Kinderfüße



[English version? See below.]



Liebe/r Leser/in,

erneut durften wir uns darüber freuen, ein weiteres Leben in diese Welt zu bringen.
10 Wochen lang. 
Dann blieb das Herzchen stehen.

--

Leo, wir lieben Dich.

Wir haben Dich in unseren Herzen und auf dem Bild 'Kinderfüße" verewigt.
Irgendwie haben wir momentan ein Déjá-vu, als wir Deine Schwester 'Loah' auf diese Weise verabschieden mußten. 
(vorangegangene Worte für weitere Informationen anklicken)<-- f="" font="" infos="" klicke="" mussten.="" nbsp="" r="" verabschieden="" weitere="">

Deine viel zu frühe Heimkehr soll uns nicht von unserer Berufung als Ehepaar abhalten.

"Tod, wo ist Dein Sieg? Tod, wo ist Dein Stachel?" (1. Korinther 15,55)

In Vorfreude auf unser baldiges Wiedersehen in der Ewigkeit umarmen Dich

Deine Eltern

Rainer & Kerstin.



Design: Sylvia Kratzer

Dear reader,

for another time we have had the joy and pleasure to welcoming one more life on this earth.
This has been lasting for 10 weeks.
Suddenly and without any explainable reason, the heart stopped beating.

--

Leo, we both love you dearly.

As a memory, we have been creating the picture 'children's feet' above.
Somehow, this feels like a déjà-vu when we had to farewell your sister 'Loah' this way (click previous words for more information).<-- click="" font="" for="" information="" more="">

We are looking forward to seeing you again soon in eternal life.

You have left this earth far too soon which won't stop us from living in our common calling as a married couple.

"Where, death, is your victory? Where, death, is your sting?" (1. Corinthians 15:55)

Sending our warmest and longest hug to you.

Your parents

Rainer & Kerstin


Thursday, February 04, 2016

Frauenfrühstück. | Women's breakfast.

Liebe Familien, Freunde und LeserInnen,

seit Längerem habt Ihr von uns nichts mehr lesen können, jetzt kommts dafür umso geballter:

Kerstin wird am Samstag, 27. Februar 2016, die Bühne in Friedrichshafen "einnehmen".
Bitte fühlt Euch auf diesem Wege ganz herzlich in das wunderschöne 'Foyer' in FN eingeladen und lasst uns kurz wissen, falls Ihr (und Freundinnen, Nachbarinnen, Omas, Tanten, Cousinen,...) kommen werdet.

In Vorfreude auf unser Wiedersehen bzw. Kennenlernen grüßt Euch

Kerstin mit Rainer.





Dear families, friends & readers, 

after a while, we are back online again - the invitation says it all (at least in German language):

Invitation to a women's breakfast at church 'Foyer' in Friedrichshafen, Lake Constance/Bodensee, on Saturday morning, 27 February 2016, at 9 am.

A hands-up would be highly appreciated if you (and your female friends, neighbours, grandmothers, aunties, cousins,...) would like to come.

Looking forward to getting to know each other - or to reunite.

Kerstin with Rainer.


Thursday, September 03, 2015

Schinki.

Lieber Volker,

anlässlich des bevorstehenden Klassentreffens mußten wir mit Schrecken feststellen, schon jetzt auf Dich als den ersten meiner Schulkameraden verzichten zu müssen.

Das war definitiv viel zu früh, Volker! 
Ich bin hoffnungsvoll, Dich in der Ewigkeit wiedersehen zu dürfen und schließe mich den Worten Deiner Ehefrau Sevilja an:

Sevilja Schinkmann möchte mit diesen Worten danke sagen.
„ …er wollte mich und die Kinder nie verlassen und wohl wissend, dass er bald gehen muss, hat er sich von uns nicht verabschiedet… , er hätte das nicht verkraftet.
Volker war so gerne unter den Lebenden, er war ständig unter Strom und die Energie, die er ausgestrahlt hat, hat er in den Motorsport investiert und auch da wieder getankt.
Ich danke allen Freunden des Motorsports dafür, dass sie meinen Volker in diesen Jahren vor und während seiner Krankheit in irgendeiner Art unterstützt haben.
Ich danke allen, die mit ihm gelacht oder einfach ihn gekannt haben… Ihr wart auch seine Familie, seine Luft zum Atmen…
Besonders möchte ich mich für eure Spende bedanken, diese Geste hat mich zutiefst gerührt…
Lasst uns den Schinki niemals vergessen… das hätte er sich so sehr gewünscht.

Danke euch von ganzem Herzen

Sevilja Schinkmann mit Chiara und Tom“

Tränenvolle, schwer akzeptierende und himmlische Grüße schickt Dir Dein Schulkamerad

Rainer.

P.S.: Am unteren Ende des gesamten Artikels ist ein weiterer Nachruf ab *) zu finden.






Dearest Volker,

in regards to our upcoming gathering amongst former schoolmates, we had been faced with the sad reality of not having you as one of my former school friends anymore.

By far, this has been far too early, Volker!
I truly am full of hope to seeing you in eternity again...

Tearful, hard acceptable and heavenly greetings sends your dear friend





Rainer.



*) Nachruf von www.ickoenigsklasse.de
Volker „Schinki“ Schinkmann
08.12.1976 – 16.10.2010
Gekämpft, gehofft und doch verloren.
Am vergangenen Samstag hat Volker, nach langer schwerer Krankheit, seinen Kampf verloren. 

In seiner Brust haben zwei Herzen geschlagen:
- Das eine Herz schlug für seine Familie, seine Frau, auf die er so stolz war und seine beiden Kinder, Wildfang Chiara und den kleinen Tom. Mit großer Leidenschaft übte er seinen Beruf als Arzt so lange aus, wie es ihm die Krankheit zugelassen hat. So manche Geschichte darüber hat er abends beim gemütlichen Beisammensein erzählt.
- Das zweite Herz gehörte dem Motorradrennsport. Wann immer es möglich war, fand man ihn auf der Rennstrecke. Entweder mit seiner Aprilia RS250 oder der KTM RC8. Auf der Strecke konnte er abschalten, seine Krankheit für kurze Zeit vergessen. Das sportliche sich Messen mit anderen hat er so geliebt. Und wenn dann noch ein Sieg dabei herauskam, war alles perfekt. Wie letztes Jahr als er die 1000 km-Hockenheim mit seinem Partner gewann. In Horice hat er 2009 seinen „Fanclub“ mit einem Doppelstart erfreuen können. Sein letztes Rennen waren die 1000 km-Hockenheim dieses Jahr.

Wir werden Volker vermissen, seine Freundschaft, seinen Humor, seinen Sportsgeist, seine Hilfsbereitschaft und sein fachliches Wissen. Er bleibt in unserer Erinnerung.

Vorstand und Mitglieder der IG Königsklasse

gez. Evi Schuster                          gez. Ron Schönfelder

Wednesday, October 16, 2013

Kleine Schritte.| Small steps.

"Es gibt keinen Fuß, der zu klein wäre, um einen Eindruck auf dieser Welt zu hinterlassen."

Wir gedenken all denjenigen, die von ihren Babys und Kleinkindern im Himmel erwartet werden.


 Sending love and hugs to those of you who have little ones awaiting you in Heaven.

Thursday, June 13, 2013

Rainers Vater kehrt heim. | Rainer's father returns home.

Nach dem Verlust unserer Tochter Loah in 2011 und Mutter Hertha in 2012 ist nun nach 67 Lebensjahren mein geliebter Vater Dietmar Knaack am 7. Juni 2013 heimgekehrt.

Irgendwie fühlt es sich mehr als komisch an zu wissen, daß ich von nun an "Vollwaise" bin...der verfasste Text eines Arbeitskollen meines Vaters beschreibt seine Art und seinen Charakter ganz gut (siehe ganz unten unter *)).

Erfreulicherweise hatte er Gelegenheit, seinen Enkel Noah auf Erden kennen und lieben lernen zu dürfen (siehe zweites Foto unter dieser Zeile). Eine unvergessene Begegnung.

Ich freue mich jetzt schon auf unser Wiedersehen in der Ewigkeit, geliebter Daddy!

Dein Dich immer im Herzen tragender Sohn

Rainer.

After the loss of our daughter Loah in 2011 and my mother Hertha in 2012, my beloved father Dietmar Knaack went home at the age of 67 years on Friday, 7 June 2o13.

On the one hand, it feels more than strange to know that I am a "complete orphan" now...
On the other hand, he had the opportunity to meet his grandchild Noah before (see picture above). What a beautiful exchange.

The scripture we chose is Hebrews 13:14..."For here we do not have an enduring city, but we are looking for the city that is to come".

I cannot wait to celebrate reunion in Heaven, beloved dad.

I will be carrying you in my heart,

Rainer.


*) 
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

es ist eine traurige Pflicht von mir, Sie darüber in Kenntnis zu setzen, daß Herr Dietmar Knaack [...] tot ist.

Wie mir heute Morgen berichtet wurde, verstarb Herr Knaack nach erfolgloser Reanimation an einem Herzinfarkt.

In solchen Situationen scheint die Welt still zu stehen - es ist für mich immer schwierig, die dazu passenden Worte zu finden. Vor einer Woche saßen wir gemeinsam in seinem Büro und machten uns über die Zukunft Gedanken. Ganz besonders traurig stimmt mich, daß sich diese positiven Aussichten für ihn nun nicht mehr erfüllen.

Herr Knaack wurde im April 67 Jahre alt und war seit 1. Juni 2010 mein geschäftlicher Partner. Ich habe ihn kennen gelernt als lebensbejahenden Menschen, als in meinen Augen typischen Schwaben, [...] sehr liebenswert, ein sehr engagierter Partner. [...]

Bei unserem letzten Treffen hat er erneut bewiesen, daß er mit unserer Hilfe und Unterstützung, gepaart mit seiner hohen Leistungsbereitschaft und unerschütterlichem Optimismus [...] mit seinen Mitarbeitern ein erfolgreiches Unternehmen aufbaute. Seine Lebenserfahrung und seine wirtschaftliche Erfahrung, sowie sein Verhalten als ordentlicher Geschäftsmann, waren für
seine erheblich jüngeren Kollegen ein gutes Beispiel und ein Ansporn. 

Für ihn galt immer das gesprochene Wort.  

Seiner Familie drücke ich im Namen aller KollegInnen unser Beileid und tief empfundenes Mitgefühl aus. 


Wir werden Dietmar Knaack in angenehmer Erinnerung behalten.

Mit traurigen Grüßen


[...]



Saturday, March 30, 2013

Loah.

Liebe Loah,

am heutigen Tage ist es genau zwei Jahre her, daß wir Dich als unsere wertvolle Tochter zur Welt brachten. 
Hättest Du nicht wenige Stunden zuvor im Mutterleib "einschlafen" müssen, wärest Du jetzt nicht im Himmel (Lukas 18,16), sondern könntest jetzt Deine beiden Kerzchen mit uns auspusten.

Immer wieder berichte ich von Deinem jüngeren Brüderchen und Deinem Schwesterchen von Dir.

Auch nach all den Jahren will die Welt immer mehr über Dich, uns und unsere gemeinsame Reise wissen - so zum Beispiel 'National Geographic'.

Ich vermisse Dich und lieben Dich mehr denn je, Prinzessin.

Dein Papa Rainer.




Dear Loah,

it has been exactly two years ago, when you were born as our precious daughter into this world.
If you hadn't fallen "asleep" in your mum's womb, you wouldn't be in Heaven now (Luke 18:16) and could blow your two candles.

From time to time, I let your little brother and your sister know about their unique sister.

After all these years, the world wants to get to know more about you, us and our common journey, e.g. National Geographic.

I am missing you and love you more than ever before, precious princess.

Your father Rainer.

Wednesday, March 13, 2013

365

Liebe Freunde und LeserInnen,

genau 365 Tage ist es her, daß ich meine Mutterfür ein Weilchen verabschieden mußte - und ich vermisse sie täglich weiterhin sehr. Wollte ich auf diesem Wege nur mal eben zu "Papier" gebracht haben.

Rainer.



Dear friends and readers,

it has been exactly 365 days since I had to say goodbye to my mum for a while.
Since then, I have been missing her lots. Just sayin'.

Rainer.

Sunday, December 02, 2012

Windei. | Blighted Ovum.

[Scroll down for English version]
Liebe Familiien, Verwandte, Freunde, Bekannte und Unbekannte,

vermutlich erinnert Ihr Euch an den Artikel "Warum verstecken?" vom 15. Februar 2012, in dem Kerstin ihr Befinden während der Schwangerschaft schilderte.
Nachfolgend schreibt sie, wie es ihr seitdem damit ergeht. 

Ermutigte Grüße in die weltweite Runde schicken

Rainer & Kerstin.

P.S.: Die englischsprachige Veröffentlichung ist im Online-Magazin "She Loves" zu finden.

-------

Dear families, relatives, friends, acquaintances and unknown readers,

you probably remember the article "Why hyde?" that was published on 15 February 2012 in which Kerstin shares her condition during her pregnancy. 
In the following lines she shares how she has been coping with this situation since. 
The article in English language can be found in the online-magazine "She Loves".

Encouraged greetings into this world send

Rainer & Kerstin.




 
Er wird Dir die Wünsche Deines Herzens erfüllen, sagt die Bibel. Was aber, wenn meine Wünsche nicht erfüllt worden sind?


Am 15. Februar 2012 verließ ich meine Komfortzone und berichtete unserer Leserschaft von meiner Schwangerschaft. Dabei fühlte ich mich verängstigt, nachdem wir schon drei Kinder inklusive eines Kindes im 9. Monat verloren hatten. Aller Welt von meiner Schwangerschaft zu berichten, kostete mich einerseits viel Mut, andererseits wußten wir von mehreren Freunden in verschiedenen Ländern, die mich im schlimmsten Falle auffangen würden. Dieser Fall trat ein.

Kurze Zeit nach Verfassen dieses Artikels wurden mein Ehemann Rainer und ich zu unserer ersten Ultraschalluntersuchung eingeladen, zwischenzeitlich ist dies ein sehr herausforderndes Ereignis für mich. Zu viele tote Kinder und unangenehme Blicke der Ärzte sind mir zwischenzeitlich widerfahren.

Leblos
Wir hofften, ein Baby zu sehen, stattdessen waren nur zwei leere Fruchtblasen zu erkennen. Kein Kind, kein Herzschlag.
Der Arzt bot Worte der Hoffnung an und sagte “Es könnte einfach zu früh sein, um bereits etwas erkennen zu können”, gleichzeitig mußte er aber auch die wahrscheinlichere Wahrheit aussprechen und fügte hinzu “Wahrscheinlich ist es eine weitere Fehlgeburt.”
Wir verließen die Arztpraxis und Tränen liefen meine Wangen hinunter als ich zu Gott schrie:
“Warum kann ich keine unkomplizierte Schwangerschaft wie so viele andere Frauen haben?”

Im nächsten Schritt überprüften wir meinen Schwangerschaftshormonspiegel. Insgesamt waren drei Bluttests im 48-Stunden-Intervall notwendig. Sollte mein Hormonspiegel über die drei Male hinweg ansteigen, wäre die Schwangerschaft überlebensfähig; sollte der Hormonspiegel sinken, würde ich mich der Realität einer weiteren Fehlgeburt stellen müssen.
Während dieser Woche waren meine Emotionen total durcheinander bis wir schließlich die Blutergebnisse erhielten: mein Hormonspiegel ist gesunken. Dies war für mich inakzeptabel. Alle körperlichen Anzeichen sagten mir, daß ich weiterhin schwanger bin: in regelmäßigen Abständen mußte ich mich übergeben, meine Oberweite und mein Bauch wuchsen immer weiter.

Meine Hebamme überwies mich zu einem Frauenarzt. An dem Tag, an dem ich den Termin wahrnahm, ließ sich nicht mal mehr mein Hosenknopf schließen. Das Gespräch war für uns ernüchternd. Der Arzt betrachtete das Bild auf dem Ultraschallmonitor und glich dies mit meinen Hormon-Testergebnissen ab. Er stellte eine Fehlgeburt fest und bot zwei Möglichkeiten an: wir könnten die Fehlgeburt durch das Einnehmen von Medikamenten einleiten oder wir lassen eine Ausschabung in der Klinik vornehmen.

Solange ich mich schwanger fühlte, war ich nicht gewillt aufzugeben und eine vierte Fehlgeburt zu akzeptieren - ebenso wenig mein Ehemann Rainer. Gott wirkt durch Wunder; warum nicht auch durch mich?
Wir beide erklärten dem Arzt, daß wir Hoffnung hätten und weiterhin für das Eintreten eines Wunders im Gebet einstehen werden, solange mein Körper Schwangerschaftsanzeichen aufzeigt. Der Arzt reagierte auf eine freundliche Art, anhand seiner Körpersprache konnten wir jedoch erkennen, daß er unsere Einstellung als verrückt angesehen hatte.

Durchhalten
Während der darauffolgenden Wochen wurde ich getragen - von meinem Ehemann und den phantastischen Frauen meiner Kirche. Sie standen mit mir ein und beteten unaufhaltsam für ein Wunder. An manchen Tagen war ich davon überzeugt, daß Gott meinen Herzenswunsch nach einem Baby erfüllen wird - an anderen Tagen zweifelte ich an Gott.
Während den Höhen und Tiefen stellte ich mein Leben auf diese Bibelstelle:
“Gebt diesen Glaubensmut jetzt nicht auf! Er wird einmal reich belohnt werden. Ja, was Ihr nötig habt, ist Standhaftigkeit. Denn wenn Ihr unbeirrt Gottes Willen tut, werdet Ihr einmal erhalten, was Er Euch zugesagt hat.” -Hebräer 10, 35-36 (NGÜ)
Mein Glaube wurde ein weiteres Mal auf den Prüfstand gestellt und meine Beziehung zu Jesus hing an einem seidenen Faden.

Am 16. März hatten wir unsere nächste Ultraschalluntersuchung. Wir klammerten uns an unserem unsichtbaren Glauben fest, aber das Ergebnis war erschütternd: keine Schwangerschaft.
Diese Art von Fehlgeburt ist ein sogenanntes "Windei" (englisch: "blighted ovum"). Davon hatte ich zuvor noch nie gehört. Der Körper glaubt weiterhin, daß eine Schwangerschaft vorliegt - aber das Embryo wächst nicht weiter. Oftmals kann es mehrere Wochen andauern bis der Körper erkennt, daß der Fötus nicht mehr am Leben ist. Mein Körper schien mehrere Monate bis zu dieser Erkenntnis benötigt zu haben.

Diese Woche werde ich niemals vergessen. Ím Laufe von sieben Tagen verstarb meine Schwiegermutter, wir verloren unser viertes Kind und wir wurden mit einer Überschwemmung in unserer Wohnung überrascht als wir von dem Ultraschall-Termin zurückkehrten.

Warum lässt Gott in meinem Leben so viele herzzerbrechende Momente zu? Was soll ich daraus lernen? Weshalb erfüllt Gott meine Herzenswünsche nicht? Diese Fragen schlugen solange heftigst auf meinen Verstand ein bis ich nicht mehr gewillt war, zu solch' einem "schlechten Vater im Himmel" zu beten.
Aber je mehr ich meine Beziehung mit Jesus vernachlässigte, umso mehr verschlechterten sich meine Umstände. Ich suchte nach Hilfe und fand diesen Abschnitt in 5. Mose 30,19-20: 
“Himmel und Erde sind meine Zeugen, dass ich Euch heute vor die Wahl gestellt habe zwischen Leben und Tod, zwischen Segen und Fluch. Wählt das Leben, damit Ihr und Eure Kinder nicht umkommt! Liebt den Herrn, Euren Gott und hört auf Ihn! Haltet Ihm die Treue! Dann werdet Ihr am Leben bleiben und in dem Land wohnen, das der Herr Euren Vorfahren Abraham, Isaak und Jakob versprochen hat.”
Diese Bibelstelle war mein Weckruf: der Zugang zum Leben ist tatsächlich eine Wahl und kein Gefühl. Ja, ich war verletzt und verärgert. Aber ich erkannte, daß ich mein Leben und insbesondere meinen Glauben nicht auf meinen Gefühlen aufbauen kann.

Es vergingen mehrere Wochen bis ich endlich in der Lage war, mich für den Glaubensschritt zurück zu Gott zu entscheiden. Sobald ich wieder zu beten begann, war es Ihm möglich, mein Herz zu heilen und mich durch den Schmerz zu tragen.

Gott zu vertrauen ist eine Entscheidung. Weiterhin haben wir auf dieser Welt keine Kinder, aber Gott kennt alle Pläne für mein Leben und Gottes Pläne sind weiterhin gut. In einer Welt des Leidens liegt die Entscheidung in meiner Verantwortung, Gott in jeder Situation zu vertrauen.

________________________

Liebe Leserinnen, als Kerstin wüsste ich gerne:
  • Ist es Dir schon einmal so vorgekommen, als ob Deine Beziehung zu Jesus nur noch an einem dünnen Faden hängen würde?
  • Wie warst Du daraufhin in der Lage, Dein Vertrauen wieder zu Ihm aufzubauen?

Saturday, June 02, 2012

Unsere ersten Reden in Kanada. | Our first messages in Canada.


Kerstins erste Rede in Kanada. | Kerstin's first message in Canada.



Rainers erste Rede in Kanada. | Rainer's first message in Canada.

Friday, February 17, 2012

Rainers Mutter kehrt nach Hause. | Rainer's mum returns home.

(For English version, please find Rainer's last words below by scrolling down to last picture.)

Rainers Mama hat in ihren letzten Wochen nochmals erstaunlich an Stärke gewonnen - physisch und mental. Nach ihrem über fünfjährigen Kampf gegen das Plasmozytom wird sie allen Familien, Geschwistern, Kindern, Enkelkindern, Freunden und Bekannten in ewiger Erinnerung bleiben.
Unser Dank gilt allen, die sie persönlich und im Gebet unterstützt haben. So auch allen beteiligten Ärzten, Pastor Markus Taubert und der Mainzer Hospizgesellschaft, die ihre Zeit stets mit beeindruckender Präsenz, Nächstenliebe, Würde, Gebet, Geduld und Liebe begleitet haben.
Hier findest Du Rainers letzte Worte an seine Mutter:

Geliebte Mama,

schon jetzt vermisse ich Dich, Deine Stimme und Dein Wesen - mehr als meine Worte ausdrücken können. Viele Momente verbringe ich seit Deiner Heimkehr am 13. März 2o12 in Tränen, weil ich Dich liebe und weil Dich niemand ersetzen
kann. Dein Tod ist ein riesiger Verlust für mich.

Du bist einzigartig, weil NUR DU mich auf diese Welt gebracht hast.
Von meinem ersten Tag bis zum 13. März 2o12 durfte ich an Deiner liebevollen, verständnisvollen und
vergebenden Anleitung wachsen und zu dem Menschen werden, der ich heute bin.
Du wirst immer mein Vorbild sein:
Trotz Deinen
Herausforderungen hattest Du stets die Entscheidung getroffen, das Positive in Deinen verschiedenen Lebensphasen zu sehen.
Mit einer unsagbar optimistischen Gelassenheit, innersten Ruhe und unermüdlichen Kraft hast
Du mich inspiriert, kontinuierlich nach dem Besten zu trachten.
Jedem Moment bist Du mit Zufriedenheit begegnet und hast Dich daran erfreut.

Du hast immer wieder aufs Neue gegen den Krebs gekämpft und fünf Jahre lang gesiegt.
Du hast Dich nie beklagt, nie beschwert, nie gejammert und jeden verbleibenden Tag nach Deinen Dir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genossen.
Mit Respekt und Ehrfurcht habe ich Dich und Deine Einstellung dabei bewundert.

Ich fühlte mich jede Minute von Dir geliebt, Du warst nie nachtragend und hast immer das Beste in mir gesehen. Nach Deinen Möglichkeiten hast Du mich in meinen Leidenschaften unterstützt und mich darin gefördert. Bedingungslos.
Du bist eine fabelhafte Köchin, denn noch nach 15 Jahren schwärmen viele meiner Freunde in den höchsten Tönen von Deinen Kochkünsten.

Deine überzeugte Bescheidenheit und Dein unermüdlicher Wille, die vielen Hürden und Herausforderungen in Deinem Leben zu überwinden, sind für mich ein phänomenales Beispiel in meinem Leben – ein weiterer Grund dafür, daß Du meine große Heldin bist!

Liebe Mama,
ich bin sehr stolz auf Dich und dankbar dafür, Dein Sohn sein zu dürfen. Ich bereue nichts. Meine Empfindungen kennst Du bereits:

Ich würde keinen Tag mit Dir missen wollen und bin unendlich froh darüber, …
…, daß während unserer momentanen Trennung auf Erden nichts zwischen uns steht. Regelmäßig haben wir alles, was wir auf dem Herzen hatten, kommuniziert und nichts ungeklärt gelassen.
…, daß mich die halbe Weltumrundung im Februar nicht davon abgehalten hat, zwei einmalige, harmonische, liebevolle und intensive Wochen mit Dir zu zweit erlebt haben zu dürfen.
…, daß Du Dich bewusst für Jesus entschieden und mit Ihm eine lebendige Beziehung geführt
hast. Mit dem Wissen, Dich in der Ewigkeit wiedersehen zu werden, erfahre ich großartigen Frieden.
In Johannes 6:47 kann ich (jeder von uns) dieses Versprechen schwarz auf weiß in Anspruch nehmen: „Wahrlich, ich sage Euch: Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben.“
Diese Gewissheit hilft mir, meinen Schmerz der Sehnsucht nach Dir zu lindern. 
 
In der Einladung zu Deiner Trauerfeier dürfen wir teilhaben:
"Fürchte Dich nicht, denn ich habe Dich erlöst. Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen. Du bist Mein."

Jesaja 43,1 - ich liebe dieses kraftvolle Versprechen unseres liebenden Vaters. Was kann es Besseres geben, das jeder von uns erleben kann?
Jetzt, ein paar Tage später, haben wir Deine Konfirmationsurkunde gefunden. Zum damaligen Zeitpunkt hattest Du genau diesen Bibelvers gewählt. Ich bin mir sicher, daß dies kein Zufall sein kann.
Dein größter Wunsch war stets, kein Pflegefall sein zu müssen. Unser himmlischer Papa kam Deinem Wunsch nach und hat unsere Gebete erhört.
Jetzt bist Du Daheim. In der Ewigkeit. Irgendwie beneide ich Dich um Deine würdevolle Heimkehr inmitten Deiner Dich liebenden Familie.
Wie schön, daß Du nun Deine drei Enkelkinder in der Ewigkeit kennenlernen darfst. Erlöst von Krebs und anderen irdischen Widrigkeiten. Ohne Schmerz. Ohne Leid.
In Freude auf unser Wiedersehen.

Mit dieser persönlichen Erfahrung und Erkenntnis möchte ich jedem Leser die Möglichkeit geben, sich
bewusst für Jesus zu entscheiden, falls Du Dir noch nicht sicher sein solltest, wo Du ab dem Moment Deines Todes sein wirst.
Mit all‘ meiner Liebe, einer innigen Umarmung und Küssen vermisst Dich schon jetzt
Dein Sohn Rainer mit Kerstin


Mein großer Dank gilt auch jedem einzelnen Blutspender, der Dein Leben um ca. fünf Jahre verlängert hat. Hiermit soll sich jeder ermutigt fühlen, mit der eigenen Blutspende Verantwortung für das Leben seiner Mitmenschen zu übernehmen: Tel. o8oo/1194911.
Das gespendete Blut könnte schon morgen das Leben der eigenen Mutter oder das Eigene retten.


-------- English version --------

My dearest Mum,
after your fight against "Plasmacytoma” over five-years, you have surprisingly won at strength during the last few weeks again – both physically and mentally. I will always keep you in eternal memory. So will your family, your siblings, relatives, children, grandchildren, friends and acquaintances.
My gratitude is for everyone who has supported you personally and in prayer. As well, all doctors involved, Pastor Markus Taubert and the inhabitant of Mainz hospice company who have always accompanied your final part of life in prayer and understanding with impressive presence, love, charity and dignity.
I am already missing you and your voice more, than my words can express. I have been spending many moments in tears, because I dearly love you and nobody can replace you. Your passing is a huge loss for me. You are unique, because ONLY YOU gave birth to me. Starting at my first day until March 13th, I was honored to grow and become a man at your loving, understanding and forgiving guidance.
You will always be my great role model:
In spite of all your challenges, you have always been willing and able to see a sense in all seasons of your life. With an unspeakably optimistic calmness, an innermost quiet and untiring strength, you have inspired me to continually go for the best. You have been content in every stage of life. You have fought against cancer - time and time again - and you have been winning for five years!
You have never lamented, never weighed down, never been moved to pity and have enjoyed every day you had left. For that attitude, I have admired you with awe and respect.
Every single minute, I felt loved by you, you were never unforgiving and always have seen the best in me. You have supported me in my passions and promoted me in these - even throughout all your challenges. Unconditionally.
You are a splendid cook and many of my friends still, after 15 years, dream and talk with highest praise of your culinary gift.

Due to your tremendous modesty and untiring will to overcome the many hurdles and challenges in your life, you have been a phenomenal example to me in my life
– another reason that you will be my hero!

I am very proud of you and thankful that I get to be your son. I have no regrets. You already know my feelings: I wouldn't want to miss a day I have had with you and am infinitely pleased …
…that during our short-term separation on earth, nothing stands between us. We have regularly communicated everything we had on our hearts and left each matter in a clarified way.
…that, in spite of having to travel half the world, I have taken the chance of seeing you again. The two of us have had enjoyed two unique, harmonious, loving and intensive weeks.
…that you decided consciously for Jesus and led a lively relationship with Him. It brings me great peace to know that I will see you again in eternity.

In John 6:47, I (and everybody else) can reclaim this promise:
„ I say to you, (s)he who believes in Me has everlasting life.”
This certainty helps to ease my pain of missing you.
In the invitation for your funeral service, we may participate: “Fear not, for I have redeemed you; I have called you by your name; You are Mine."
Jesaja 43:1 - I love this powerful promise of our loving Father. Is there any better that can happen to each one of us?
Now, some days later, we have found out that exactly this is the scripture you chose when you were a teenager. I am sure this is no coincidence!
Your greatest desire has always been not to be a case for nursing. Our heavenly Daddy complied with your wish and has answered our prayers.
My dearest Mom,
you are home now. In eternity.
I somehow envy you of your dignified homecoming in the midst of your loving family. How awesome that you may get to know your three grandchildren in eternity now. Delivered from cancer and other earthly adversities. Without pain. Without sorrow. In joy to our reunion.
With this personal experience and awareness, I would love to give every reader the opportunity to make his or her decision for Jesus, if you haven't decided consciously yet or if you don't know yet where you would be after your moment of death.
With all my love, a hearty embrace and kisses already missing you.
Your son Rainer with Kerstin

Thursday, February 16, 2012

Warum verstecken? | Why hyde?

Liebe LeserInnen,

am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Kerstin ihren ersten Artikel im Magazin "She Loves", den sie kurz nach unserer Ankunft in Kanada verfasst hat. Klicke den Link der vorigen Zeile für die englische Version oder lese die deutsche Version im Anschluß.

Wir empfinden die Worte als gewaltig und ermutigend - möglicherweise erlebt Ihr dadurch ein Stückchen Wahrheit für Euer Leben!?

Kerstin & Rainer.


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D
ear Reader,


yesterday, the magazine "She Loves" published an article that Kerstin wrote short after
we arrived in Canada. For reading the English version, click the link. The German version is shown beneath on this site.
To us, these words seem to be powerful and encouraging - probably, you will experience some moments of truth for your own life!?

Kerstin & Rainer.

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Warum verstecken?
- Kerstins Weg voller Hoffnung, Glaube und Überwindung -

Ich bin in der zehnten Woche schwanger.
Es kostet mich sehr viel Mut, dies in der Öffentlichkeit zu erzählen.
Warum? Es ist meine vierte Schwangerschaft - unsere ersten drei Kinder sind im Himmel.

Ich komme aus Deutschland und in unserer Kultur ist es eher unüblich, seine Schwangerschaft vor dem vierten Monat zu verkünden. Vor einigen Wochen war ich in Brasilien und habe herausgefunden, daß Brasilianerinnen ihre Schwangerschaft mitteilen, sobald sie einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten. Ich fragte sie, weshalb sie dies täten,
da die Gefahr einer Fehlgeburt in den ersten drei Monaten doch sehr groß wäre. Sie antworteten mir, dass sie sich gemeinsam freuen UND gemeinsam trauern. Falls etwas mit dem Baby passiert, können sie die jeweilige Mutter unterstützen und alles für sie tun, sodass sie nicht alleine durch diese schwere Zeit gehen muss. Sie unterstützen, was immer sie braucht. Sie kochen für sie, geben ihr eine dicke Umarmung oder massieren ihre Füße. Was immer ihr gut tut.

Verlust.

Meine erste Fehlgeburt
hatte ich in 2009 als ich in der achten Schwangerschaftswoche (SSW) war, die Zweite war 2011 in der dreiunddreißigsten SSW und die Dritte widerfuhr mir ebenfalls in 2011 in der zwölften SSW. Alle Verluste waren sehr herausfordernd und schmerzhaft, jedoch unsere tote Tochter Loah Ende März 2o11 im neunten Monat auf die Welt zu bringen, war die schmerzhafteste Erfahrung.

Nach der dritten Fehlgeburt im vergangenen November konnte ich Gott nicht mehr loben, nicht mehr preisen
und auch nicht mehr beten. Mein Herz war voller Schmerz und Unverständnis. Zum Glück hatte ich in dieser Phase unsere Freunde. Als ich mich fern von Gott fühlte, sangen und beteten sie für mich. Unsere Gemeinde war stets für uns da und trug uns durch das Tal der Tränen.

Ich wusste, dass keine Art von
Tod von Gott kommt - Er ist Liebe und nichts Schlechtes kommt von Ihm - aber Er hat die Situationen zugelassen.



Wiederherstellung.


Nach einigen Wochen kam ich an einen Punkt, unsere Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können: Wenn Gott die Situationen zugelassen hat, dann muss in jeder Situation etwas Positives stecken. Das war für mich die Kehrtwende – ich wollte Schlechtes zu Gutem verwandeln. Dies war eine Entscheidung, kein Gefühl. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, nicht länger in Lügen und in Negativem gefangen zu sein.

Sehr viele, gute Dinge haben sich seitdem ereignet
:
+ Unsere Ehe war noch nie so stark,
+ Mitunter aufgrund dieser Ereignisse beschlossen wir, unsere Leben zu 100% in Gottes Hände zu legen und den Schritt in unsere Berufung zu wagen,
+ Es entwickelte sich die Möglichkeit, eine intensive, ca. einjährige Rüstzeit bei unseren Vorbildern, den Pastoren John und Helen Burns in Kanada, zu realisieren,
+ Einige Freunde entschieden sich seitdem, den christlichen Glauben für ihr Leben anzunehmen und
+ nach 28 Jahren wurde mein Vater Teil meines Lebens.

Es schmerzt, sich zu verstecken.


Von heute an werde ich nichts mehr verstecken.
Ich habe herausgefunden, dass es für mich weitaus gesünder ist, darüber zu sprechen wie ich mich fühle bzw. welche Gedanken und Gefühle ich habe, die mich von solchen Ereignissen und einer intensiven Beziehung mit Gott abhalten. Wenn ich mein Leben und die schwierigen Phasen des Lebens nicht mit anderen Menschen teile, ist es für Gott viel schwieriger, durch mich zu arbeiten. Ich möchte, dass Er mich als als Seine Tochter nutzen kann, anderen Menschen zu helfen und sie zu ermutigen. Dies ist für mich auch der Grund, meine Geschichte mit Euch zu teilen und hiermit offen zu verkünden, aktuell zum vierten Mal schwanger zu sein.

Fällt es mir leicht, die aktuelle Schwangerschaft zu genießen?
Definitiv nicht. Jeden Tag werde ich mit meiner Vergangenheit konfrontiert. Die innerlichen Bilder der positiven Schwangerschaftstests, die Bilder meines dicken Bauches, die Ultraschallsituationen, das fertig eingerichtete Kinderzimmer, die Bewegungen, die ich spürte, die Situation als mir im Krankenhaus der Tod unserer Tochter verkündet wurde, die Schmerzen der Geburt und gleichzeitig
das wunderbare Erlebnis, unsere Tochter begrüßen zu dürfen, die Rechnung des Bestatters usw.


Vorangehen im Glauben.


Wie gehe
ich mit diesen Bildern und der Angst, dass mir der gleiche Schmerz nochmals passieren könnte, um?
Dafür gibt es leider kein Geheimrezept. Es ist für mich eine Reise. Tag für Tag. Ich denke immer wieder an die Brasilianerinnen, die verstanden haben, was es bedeutet, eine solch' aktive Gemeinschaft („Sisterhood“) zu haben.
Ich weiß, daß ich von Frauen aufgefangen werde, wenn ich erneut fallen sollte. Sie werden mich tragen und alles für mich tun, um meinen Schmerz zu lindern.

UND:
Ich spreche darüber. Wenn ich den Eindruck habe, in der Angst festzustecken, spreche ich mit meinem Ehemann Rainer oder mit Freunden darüber, um mir von ihnen helfen lassen zu können.

Das Gegenteil von Angst ist Glaube.
Gott hat alles in Seiner Hand und ich vertraue Ihm.


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Rainer und Kerstin sind seit Juni 2oo5 verheiratet, haben drei Kinder im Himmel und sind bereit, Menschen, Familien, Beziehungen und Ehen weltweit zu dienen und sie auszurüsten.
Ideen zur Unterstützung dieses Vorhabens während der kommenden Jahrzehnte finden sich im Visionsbrief.
Um künftig weitere Inspirationen zu erhalten, schaue auf dieser Seite vorbei oder folge auf Twitter: @KerstinKnaack | @RainerKnaack