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Monday, December 10, 2018

Kinderfüße



[English version? See below.]



Liebe/r Leser/in,

erneut durften wir uns darüber freuen, ein weiteres Leben in diese Welt zu bringen.
10 Wochen lang. 
Dann blieb das Herzchen stehen.

--

Leo, wir lieben Dich.

Wir haben Dich in unseren Herzen und auf dem Bild 'Kinderfüße" verewigt.
Irgendwie haben wir momentan ein Déjá-vu, als wir Deine Schwester 'Loah' auf diese Weise verabschieden mußten. 
(vorangegangene Worte für weitere Informationen anklicken)<-- f="" font="" infos="" klicke="" mussten.="" nbsp="" r="" verabschieden="" weitere="">

Deine viel zu frühe Heimkehr soll uns nicht von unserer Berufung als Ehepaar abhalten.

"Tod, wo ist Dein Sieg? Tod, wo ist Dein Stachel?" (1. Korinther 15,55)

In Vorfreude auf unser baldiges Wiedersehen in der Ewigkeit umarmen Dich

Deine Eltern

Rainer & Kerstin.



Design: Sylvia Kratzer

Dear reader,

for another time we have had the joy and pleasure to welcoming one more life on this earth.
This has been lasting for 10 weeks.
Suddenly and without any explainable reason, the heart stopped beating.

--

Leo, we both love you dearly.

As a memory, we have been creating the picture 'children's feet' above.
Somehow, this feels like a déjà-vu when we had to farewell your sister 'Loah' this way (click previous words for more information).<-- click="" font="" for="" information="" more="">

We are looking forward to seeing you again soon in eternal life.

You have left this earth far too soon which won't stop us from living in our common calling as a married couple.

"Where, death, is your victory? Where, death, is your sting?" (1. Corinthians 15:55)

Sending our warmest and longest hug to you.

Your parents

Rainer & Kerstin


Tuesday, February 23, 2016

Erziehung. | Education.

Was Kinder heute wirklich brauchen.


Vier Haltungen sind es, die sich Kinder von ihren Eltern wünschen, sagt Pädagoge Jan-Uwe Rogge. Vergleiche mit anderen Kindern, Überbehütung und ständige Beobachtung gehören da nicht dazu.
„Erziehung hat mit Lachen zu tun“, sagt Jan-Uwe Rogge – und kein Erziehungsredner könnte diese Botschaft besser vermitteln als er. Rogge zitiert den Pädagogen Pestalozzi aus dem Jahr 1778:
„Lache dreimal am Tag. Über dich, lass das Kind lachen und lacht gemeinsam! Seid nicht immer so pädagogisch wertvoll!“
Die hunderten Eltern, die Rogges Vortrag lauschen, lachen Tränen. Endlich ein Experte, der erfrischend direkt und humorvoll anspricht, was Eltern hören wollen und sollen: was Kinder abseits von allem angeblich „pädagogisch Wertvollen“ wirklich brauchen.
„Du hast das Kind, so wie es ist – und das gilt es anzunehmen. Auch du musst dich so annehmen, wie du bist. Erziehung hat nichts zu tun mit ziehen, sondern mit Beziehung“, sagt Rogge. In der chinesischen Pädagogik gibt es ein Sprichwort: Du schaust dem Gras beim Wachsen zu. Du ziehst nicht am Grashalm, denn dann reißt du ihn meistens aus.
Der Pädagoge arbeitet seit Jahren mit Eltern und Kindern in der Erziehungsberatung. „Wenn ich Kinder frage: Was wünscht ihr euch?“, sagt Rogge, dann gebe es vier Dinge, die sie sich von ihren Eltern wünschen.

1. Nehmt mich an, wie ich bin.

„Was ich so schön finde: Der Petrus da oben, der für die Vergabe der Kinder auf der Welt verantwortlich ist, hat mit einer unnachahmlichen Treffsicherheit das passende Kind für die passenden Eltern. Nur meistens passt’s den Eltern nicht“, bringt Rogge seine Zuhörer zum Lachen. Eltern dürfen darauf vertrauen, dass sie das für sie passende Kind bekommen.
Diese Botschaft weiß Rogge überspitzt zu vermitteln: „Kennen Sie so Power-Eltern, so pädagogisch hyperaktive? Solche Eltern bekommen meistens als erstes Kind eine Schnecke. Eine Schnecke, die einfach nur so sitzt. Und denkt, wenn hier alle so rennen wie meine Eltern, drehen alle durch! Die einzige Person, die hier ruhig ist, bin ich. Diese Schnecke sitzt da…und schaut…sieht in drei Metern Entfernung einen Orangensaft…und denkt, der würde mir schmecken, dieser Saft. Doch bis ich als Schnecke dort bin, ist Weihnachten…“ Was nach einer Anekdote klingt, hätte Rogge auch wissenschaftlich erklären können, sagt er – „aber dann hätten Sie’s zuhause wieder vergessen.“ Die Botschaft an die Eltern also: Ich habe das Kind, so wie es ist – und so darf ich es annehmen.
„Nehmt mich an, wie ich bin“ heißt auch, dem Kind keine Rollen zuzuschreiben. Solche Rollenzuschreibungen klingen wie: „Paula ist ein Einzelkind. Ein Einzelkind!“ Oder: „Robert ist unser Sorgenkind!“
Man müsse Kindern nur lange genug Rollen zuweisen, dann würden sie die auch erfüllen. Manche kommen ihr Leben lang nicht aus der Rolle heraus.
„Du brauchst an diesem Kind nichts wiedergutzumachen“, betont Jan-Uwe Rogge vor den Eltern. Es gebe einen Satz, der ihm immer wieder zeige, dass das noch nicht gelungen ist: „Ich will doch nur dein Bestes.“ Wie klingt das für Kinder? Ein 10-Jähriger hat es mit einer Aussage deutlich gemacht: „Herr Rogge, meine Mama will mein Bestes. Was bleibt dann für mich?“

2. Vergleicht mich nicht immer.

„Vergleiche nie ein Kind mit einem anderen, es sei denn, mit sich selbst“, hat Pädagoge Pestalozzi gesagt. Rogge ergänzt: „Jedes Kind kommt in seinem Tempo in diese Welt – und es will in diesem Tempo getragen werden.“ Wenn Mütter sich am Spielplatz treffen, über ihre Kinder reden und sie vor allem vergleichen, machen sie sich selbst das Leben schwer. „Manche Kinder schlafen von Anfang an durch. Manche eben nicht!“, betont Rogge.
Erziehung ist nicht die Vorbereitung auf das Leben, Erziehung ist das Leben selbst. Im Hier und Jetzt.

3. Beobachtet mich nicht immer.

Kinder wünschen sich Räume, wo sie alleine sein können. „Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit?“, fragt Jan-Uwe Rogge die Eltern. Und gibt die Antwort gleich selbst: „Da gab’s Büsche. Und dahinter lag die Kinderrepublik.“
Gar nicht leicht in einer Zeit, in der Kinder so gerne verglichen, diagnostiziert und beobachtet werden – und das ständig. „Sie machen das doch gut“, sagt Jan-Uwe Rogge zu den Eltern, „aber Kinder haben es schwer heute. Es gibt ja noch Büsche, aber heute steckt in jedem Busch eine Mutter… Kinder sind ständig unter Beobachtung, man gibt ihnen keinen Raum mehr.“ So erzählt der siebenjährige Frederik: „Wenn Papa und Mama sich nur öfter ansehen würden, dann würden sie mich nicht immer sehen!“

4. Kümmert euch auch um euch selbst.

Im Kinderlied „Hänschen klein“ sieht Jan-Uwe Rogge alle Punkte vereint. In diesem Volkslied, das im Original die Ablösung eines Kindes vom Elternhaus beschreibt, erkennt Rogge auch Weisheiten für eine Kindheit, die Kinder stark macht. Das Lied beginnt mit:
„Hänschen klein geht allein.“
„Hänschen geht! Er wird nicht gefahren. Er geht allein! Oder mit Freunden!“, Rogges Stimme überschlägt sich beinahe, so bedacht ist er darauf, diese Phrase zu betonen. Er sei doch schön, dieser Schulweg, auf dem ein Kind gemeinsam mit anderen etwas erleben kann, weil es nicht mit dem Auto hingebracht wird.
Kinder wollen miteinander reden, miteinander zu tun haben, von Gleichaltrigen lernen – ohne dabei beobachtet zu werden.
„In die weite Welt hinein.“
Das Kind will eigene Erfahrungen machen. Es ist schön, dass es Vater und Mutter gibt, sie sind der Hafen. Doch das Kind will sich im offenen Meer austoben, es kommt in den Hafen zurück, wenn ihm danach ist.
„Stock und Hut steht ihm gut.“
Jedes Kind braucht Behütung, wenn es in die Welt hinausgeht. Allerdings eine, die ermutigend ist und klingt wie: Du schaffst es! Mach’s gut! Bis später! Heute sind viele Kinder überbehütet.
„Aber Mutter weinet sehr, hat ja nun kein Hänschen mehr.“
„…und ich denke, dass das in Ordnung ist, man darf weinen!“, sagt Rogge. Abschiedstränen seien notwendig, für Eltern sei es ja schwer: „Nach der fünften Kindergartenwoche ist aus Hänschen Hans geworden.“
„Wünscht ihm Glück.“
Eltern haben die Aufgabe, dem Kind Kraft und Zuversicht für den Lebensalltag zu geben. In der Erziehung helfe dafür eine Haltung der Dankbarkeit und der Demut. „Sei dankbar, dass du dieses Kind hast. Kinder sind Geschenke“, betont Rogge. Es gebe bloß zwei „hammerharte Phasen“, in denen die Dankbarkeit auf die Probe gestellt wird: das Trotzalter und die Pubertät…
Um Demut zu verstehen, brauche man nur an das Gleichnis vom verlorenen Sohn zu denken. Darin verspielt der Sohn sein gesamtes Erbe. Als er als armer Mann zum Vater zurückkehrt, wird er mit offenen Armen empfangen und es wird zu seinen Ehren gefeiert!
„Es ist einfach, Kinder anzunehmen, wenn sie funktionieren“, weiß Rogge. „Demut heißt, den 3-jährigen Felix auch anzunehmen, wenn er bei Billa schreiend an der Kassa liegt.“
In einem solchen Fall muss ein Elternteil sagen: „Das ist mein Kleiner, den kenn ich. Ich kenn ihn auch anders, aber so ist er auch…“
Rogge fasst zusammen: „Was Kinder heute brauchen, sind Eltern, die sich so annehmen, wie sie sind. Wenn sie das können, können sie auch ihre Kinder annehmen, wie sie sind.“
Jan-Uwe Rogge ist Bestsellerautor zahlreicher Erziehungsbücher und vielzitierter Erziehungsexperte. Beim Jako-o-Familienkongress referierte er zum Thema „Was Kinder und Jugendliche heute brauchen“.

Quelle: http://www.meinefamilie.at/erziehung/elternsein/jan-uwe-rogge-was-kinder-brauchen, 23. Februar 2016

Tuesday, September 30, 2014

Spaziergang im Park. | A walk in the park.

Liebe Familie, liebe Verwandte, Freunde und LeserInnen,

neulich durfte sich Noah bei seinen ersten 'Fotomodell'-Erfahrung ausprobieren.

Ohne Worte :-)

Ich liebe dieses Kerlchen von Tag zu Tag mehr und mehr.

Stolze Papa-Grüße sendet

Rainer.




Dear family, dear relatives, friends and readers,

a couple of days ago, Noah made his first experiences as a 'model' during a photo shoot.

No more words needed :-)

Fact is that I keep loving this cute, little man more and more - day by day.

Warmest greetings from a proud father sends

Rainer.


Thursday, May 01, 2014

Eins. | One.

Geliebter Noah, 

heute vor einem Jahr wurdest Du genau zu dieser Uhrzeit in diese wunderschöne Welt geboren. 
Wir danken Deinem Schöpfer für dieses Wunder (Psalm 127,3) und für Deinen Freude-erfüllten Charakter. 

Deine Eltern. 




Dearest Noah, 

as of today, it was one year ago and exactly at this time when you were born into this beautiful world. 
We are grateful to your Creator for this miracle and for who you are (Psalm 127:3). 

Your parents.

Thursday, May 02, 2013

Wunder geschehen. | Miracles do happen.

[English version see below.]

Liebste Familien, Freunde & Bekannte,

ein für uns schon fast unfassbares Wunder ist geschehen - seit 
dem 1. Mai hat unsere Tochter Loah ein Brüderchen.
Mit seinen verführerischen Lippen, einem verzauberndem Blick 
und 3540 Gramm auf den Rippen wurde Noah unserer Familie 
anvertraut.

Das war ein wahrer "Tag der Arbeit", der ab jetzt eine ganz
andere Bedeutung für uns hat...!
Unser Dank gilt unserem himmlischen Schöpfer, Euch allen 
weltweit im Gebet einstehenden Familien und Freunden, 
unserer befreundeten Hebamme Frederike und dem gesamten 
Klinikpersonal.

Und wieder ist der Beweis erbracht: Wunder geschehen.

Erschöpfte, unendlich dankbare und himmelhochjauchzende 
Grüße schicken

Vater Rainer, Mutter Kerstin & Sohnemann Noah.

P.S.: Dieser Brief bewegt in diesem Zusammenhang unsere 
Herzen:

"Mein geliebter Sohn Noah,

so sehr liebe ich Dich: meinetwegen lebst, atmest und bist Du (1). 
Ich kannte Dich, ehe Dich Deine Eltern empfangen haben (2). 
Bereits als ich die Welt erschuf, hatte ich Dich in meinen Gedanken 
und Du wurdest von mir erwählt (3).
Du bist wunderbar gemacht (4).
Nach meinem Ebenbild habe ich Dich geschaffen (5) und Deine 
Chromosomen im Leib Deiner Mutter zusammengewoben (6). 

Ich weiß alles über Dich (7), kenne Deinen Tagesablauf (8), die Zahl 
der Haare auf Deinem Kopf (9) und die einzigartige Farbgebung 
Deiner schönen Augen.
Wenn Du glücklich bist, erlebe ich die größte Freude. Ich möchte, 
dass Du Dein Leben in seiner ganzen Fülle genießt (10). Mein Plan für 
Dich ist, dass Du Erfüllung darin findest, das zu tun, wozu ich Dich 
geschaffen habe.

Dein Vater." 

(1) Apostelgeschichte 17,28 - (2) Jeremia 1,5 - (3) Epheser 1,4-5 - (4) Psalm 139,14 - (5) 1. Mose 1,27 
(6) Psalm 139,13 - (7) Psalm 139,1 - (8) Psalm 139,2 - (9) Matthäus 10,29-31 - (10) Johannes 10,10

 

Dearest families, friends & acquaintances,

an unbelivable miracle has occured to us - since 1 May, our daughter Loah has a brother.

With his attractive lips, Noah's tempting way of staring at us and 3540 grams on his rips, we were entrusted to welcome him to our family.
From now on, "labour day" has a whole different meaning to us...!

All our gratitude goes to our heavenly Father, to our friend and midwife Frederike, to all of you who have been standing in prayer for days and months all around the world and all 
staff at hospital.

It has been proven again: Miracles do happen. GAP = God Answers Prayers.

Exhausted, endless grateful and cheerful greetings send

father Rainer, mother Kerstin & precious son Noah.

Saturday, March 30, 2013

Loah.

Liebe Loah,

am heutigen Tage ist es genau zwei Jahre her, daß wir Dich als unsere wertvolle Tochter zur Welt brachten. 
Hättest Du nicht wenige Stunden zuvor im Mutterleib "einschlafen" müssen, wärest Du jetzt nicht im Himmel (Lukas 18,16), sondern könntest jetzt Deine beiden Kerzchen mit uns auspusten.

Immer wieder berichte ich von Deinem jüngeren Brüderchen und Deinem Schwesterchen von Dir.

Auch nach all den Jahren will die Welt immer mehr über Dich, uns und unsere gemeinsame Reise wissen - so zum Beispiel 'National Geographic'.

Ich vermisse Dich und lieben Dich mehr denn je, Prinzessin.

Dein Papa Rainer.




Dear Loah,

it has been exactly two years ago, when you were born as our precious daughter into this world.
If you hadn't fallen "asleep" in your mum's womb, you wouldn't be in Heaven now (Luke 18:16) and could blow your two candles.

From time to time, I let your little brother and your sister know about their unique sister.

After all these years, the world wants to get to know more about you, us and our common journey, e.g. National Geographic.

I am missing you and love you more than ever before, precious princess.

Your father Rainer.

Wednesday, February 06, 2013

Kinder-Geschenk. | Present for your children.

Das beste Geschenk, 
das Du Deinen Kindern machen kannst, 
ist das Bauen 
einer starken Ehe.


 The best gift 
you can give 
your children 
is building a strong marriage.

Thursday, January 10, 2013

Erziehung mal ganz anders.

Wir haben die Ehre, Dr. Robi Sonderegger für DAS Erziehungs- und Beziehungsseminar bei uns in Konstanz am Bodensee zu haben:
Samstagnachmittag, 19. Januar 2013 von 14-20 Uhr.

Dr. Robi Sonderegger ist ein international anerkannter, klinischer Psychologe. Er ist aktiv in diversen humanitären Projekten. Als ein hingegebener Ehemann und Vater von vier Kindern hat sich Dr. Robi zum Ziel gesetzt, neue Erkenntnisse in der Psychologie direkt in die Familien nach Hause zu bringen. 

Dr. Robi bereist die meisten Teile der Welt, um praktische Botschaften zu verschiedenen Themen im Bereich der persönlichen und psychischen Gesundheit und der Familienthematik zu überbringen. 
In Entwicklungsländern haben Dr. Robis Pragramme zehntausenden von Familien, die von Krieg, Ausbeutung und Naturkatastrophen betroffen sind und waren, nachhaltig geholfen.

In diesem ungewöhnlichen Seminar wirst Du lernen,...:

  • ...wie Du das Herz Deines Kindes inspirieren, aufziehen und erobern kannst,
  • ...den Wert und die Wichtigkeit in der Familie als Team zu erarbeiten,
  • ...strategische Ordnung von Regeln und Beziehungen in Eurem Haus umzusetzen,
  • ...wie zerstörende Einstellungen und Verhaltensweisen beseitigt werden können,
  • ...Wege zu entdecken, um positives Verhalten zu entwickeln und aufrechtzuhalten,
  • ...einen einfachen Schlachtplan herzustellen, um Familienziele erreichen zu können,
  • ...wie Du die herausfordernste Rolle der Welt stressfreier und spaßiger erleben kannst.
Deine Eintrittskarte kannst Du vor Ort in der Halle 1, Schneckenburgstraße 11, 78467 Konstanz, oder unter www.cvents.de reservieren. 

Wir freuen uns auf unser Wiedersehen mit ihm und Dir!

Rainer & Kerstin.

Thursday, February 16, 2012

Warum verstecken? | Why hyde?

Liebe LeserInnen,

am gestrigen Mittwoch veröffentlichte Kerstin ihren ersten Artikel im Magazin "She Loves", den sie kurz nach unserer Ankunft in Kanada verfasst hat. Klicke den Link der vorigen Zeile für die englische Version oder lese die deutsche Version im Anschluß.

Wir empfinden die Worte als gewaltig und ermutigend - möglicherweise erlebt Ihr dadurch ein Stückchen Wahrheit für Euer Leben!?

Kerstin & Rainer.


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D
ear Reader,


yesterday, the magazine "She Loves" published an article that Kerstin wrote short after
we arrived in Canada. For reading the English version, click the link. The German version is shown beneath on this site.
To us, these words seem to be powerful and encouraging - probably, you will experience some moments of truth for your own life!?

Kerstin & Rainer.

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Warum verstecken?
- Kerstins Weg voller Hoffnung, Glaube und Überwindung -

Ich bin in der zehnten Woche schwanger.
Es kostet mich sehr viel Mut, dies in der Öffentlichkeit zu erzählen.
Warum? Es ist meine vierte Schwangerschaft - unsere ersten drei Kinder sind im Himmel.

Ich komme aus Deutschland und in unserer Kultur ist es eher unüblich, seine Schwangerschaft vor dem vierten Monat zu verkünden. Vor einigen Wochen war ich in Brasilien und habe herausgefunden, daß Brasilianerinnen ihre Schwangerschaft mitteilen, sobald sie einen positiven Schwangerschaftstest in der Hand halten. Ich fragte sie, weshalb sie dies täten,
da die Gefahr einer Fehlgeburt in den ersten drei Monaten doch sehr groß wäre. Sie antworteten mir, dass sie sich gemeinsam freuen UND gemeinsam trauern. Falls etwas mit dem Baby passiert, können sie die jeweilige Mutter unterstützen und alles für sie tun, sodass sie nicht alleine durch diese schwere Zeit gehen muss. Sie unterstützen, was immer sie braucht. Sie kochen für sie, geben ihr eine dicke Umarmung oder massieren ihre Füße. Was immer ihr gut tut.

Verlust.

Meine erste Fehlgeburt
hatte ich in 2009 als ich in der achten Schwangerschaftswoche (SSW) war, die Zweite war 2011 in der dreiunddreißigsten SSW und die Dritte widerfuhr mir ebenfalls in 2011 in der zwölften SSW. Alle Verluste waren sehr herausfordernd und schmerzhaft, jedoch unsere tote Tochter Loah Ende März 2o11 im neunten Monat auf die Welt zu bringen, war die schmerzhafteste Erfahrung.

Nach der dritten Fehlgeburt im vergangenen November konnte ich Gott nicht mehr loben, nicht mehr preisen
und auch nicht mehr beten. Mein Herz war voller Schmerz und Unverständnis. Zum Glück hatte ich in dieser Phase unsere Freunde. Als ich mich fern von Gott fühlte, sangen und beteten sie für mich. Unsere Gemeinde war stets für uns da und trug uns durch das Tal der Tränen.

Ich wusste, dass keine Art von
Tod von Gott kommt - Er ist Liebe und nichts Schlechtes kommt von Ihm - aber Er hat die Situationen zugelassen.



Wiederherstellung.


Nach einigen Wochen kam ich an einen Punkt, unsere Situation aus einem anderen Blickwinkel betrachten zu können: Wenn Gott die Situationen zugelassen hat, dann muss in jeder Situation etwas Positives stecken. Das war für mich die Kehrtwende – ich wollte Schlechtes zu Gutem verwandeln. Dies war eine Entscheidung, kein Gefühl. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, nicht länger in Lügen und in Negativem gefangen zu sein.

Sehr viele, gute Dinge haben sich seitdem ereignet
:
+ Unsere Ehe war noch nie so stark,
+ Mitunter aufgrund dieser Ereignisse beschlossen wir, unsere Leben zu 100% in Gottes Hände zu legen und den Schritt in unsere Berufung zu wagen,
+ Es entwickelte sich die Möglichkeit, eine intensive, ca. einjährige Rüstzeit bei unseren Vorbildern, den Pastoren John und Helen Burns in Kanada, zu realisieren,
+ Einige Freunde entschieden sich seitdem, den christlichen Glauben für ihr Leben anzunehmen und
+ nach 28 Jahren wurde mein Vater Teil meines Lebens.

Es schmerzt, sich zu verstecken.


Von heute an werde ich nichts mehr verstecken.
Ich habe herausgefunden, dass es für mich weitaus gesünder ist, darüber zu sprechen wie ich mich fühle bzw. welche Gedanken und Gefühle ich habe, die mich von solchen Ereignissen und einer intensiven Beziehung mit Gott abhalten. Wenn ich mein Leben und die schwierigen Phasen des Lebens nicht mit anderen Menschen teile, ist es für Gott viel schwieriger, durch mich zu arbeiten. Ich möchte, dass Er mich als als Seine Tochter nutzen kann, anderen Menschen zu helfen und sie zu ermutigen. Dies ist für mich auch der Grund, meine Geschichte mit Euch zu teilen und hiermit offen zu verkünden, aktuell zum vierten Mal schwanger zu sein.

Fällt es mir leicht, die aktuelle Schwangerschaft zu genießen?
Definitiv nicht. Jeden Tag werde ich mit meiner Vergangenheit konfrontiert. Die innerlichen Bilder der positiven Schwangerschaftstests, die Bilder meines dicken Bauches, die Ultraschallsituationen, das fertig eingerichtete Kinderzimmer, die Bewegungen, die ich spürte, die Situation als mir im Krankenhaus der Tod unserer Tochter verkündet wurde, die Schmerzen der Geburt und gleichzeitig
das wunderbare Erlebnis, unsere Tochter begrüßen zu dürfen, die Rechnung des Bestatters usw.


Vorangehen im Glauben.


Wie gehe
ich mit diesen Bildern und der Angst, dass mir der gleiche Schmerz nochmals passieren könnte, um?
Dafür gibt es leider kein Geheimrezept. Es ist für mich eine Reise. Tag für Tag. Ich denke immer wieder an die Brasilianerinnen, die verstanden haben, was es bedeutet, eine solch' aktive Gemeinschaft („Sisterhood“) zu haben.
Ich weiß, daß ich von Frauen aufgefangen werde, wenn ich erneut fallen sollte. Sie werden mich tragen und alles für mich tun, um meinen Schmerz zu lindern.

UND:
Ich spreche darüber. Wenn ich den Eindruck habe, in der Angst festzustecken, spreche ich mit meinem Ehemann Rainer oder mit Freunden darüber, um mir von ihnen helfen lassen zu können.

Das Gegenteil von Angst ist Glaube.
Gott hat alles in Seiner Hand und ich vertraue Ihm.


__________

Rainer und Kerstin sind seit Juni 2oo5 verheiratet, haben drei Kinder im Himmel und sind bereit, Menschen, Familien, Beziehungen und Ehen weltweit zu dienen und sie auszurüsten.
Ideen zur Unterstützung dieses Vorhabens während der kommenden Jahrzehnte finden sich im Visionsbrief.
Um künftig weitere Inspirationen zu erhalten, schaue auf dieser Seite vorbei oder folge auf Twitter: @KerstinKnaack | @RainerKnaack