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Thursday, March 24, 2022

...Mama, Papa - fahr‘n wir in den Krieg?

Liebe Eltern, Freunde & uns unbekannte LeserInnen,

aus aktuellem Anlässen lassen wir Euch den beigefügten Artikel aus der Zeitschrift 'Erziehungskunst / Frühe Kindheit' von Andrea Wiebelitz* zukommen.
 
Herzliche und ermutigende Grüße

Rainer & Kerstin




»Papa, Mama...fahr‘n wir in den Krieg?«


"Liebe Eltern,


im Moment sind wir alle ziemlich überfordert: Zwei Jahre Pandemie durchstehen zu

müssen mit allen Konsequenzen, die die Maßnahmen mit sich brachten. Und vorbei ist

diese Krise ja noch nicht. Das hat uns alle enorm viel Kraft gekostet! Und nun müssen wir zusätzlich mit der Erschütterung durch die politischen Ereignisse umgehen lernen, mit denen keiner von uns gerechnet hatte!


Alle sind sehr betroffen von dem, was sich in der Ukraine gerade abspielt, wir leiden mit

den Betroffenen mit und suchen nach Wegen, zu helfen und zu verstehen, was da

eigentlich vor sich geht und warum. Darauf gibt es keine einfachen Antworten.

Eine besondere Empfindsamkeit haben hierbei alle, die mit kleinen Kindern zu tun haben.


Wie gehen wir in solch belastenden Zeiten mit den Kindern um?

Wie reagieren wir auf Kinderfragen zum Krieg?

Wie ehrlich soll ich antworten? Soll ich verharmlosen? An allem Wissen teilhaben lassen?

Wie bleibe ich authentisch?

Welchen Schutz brauchen Kinder?

Wie bleiben wir selbst bei Kräften, um den Familienalltag gestalten zu können?


In den letzten zwei Wochen wurde im Kindergarten relativ wenig über den Krieg

gesprochen, es gab ab und zu einige Bemerkungen von einigen Kindern. Manche

Äußerungen gaben allerdings Anlass zu Fragen und auch zu Sorgen von uns Erziehern,

wie viel manche Kinder vom Krieg erfahren und wie stark sie mit Berichten aus den

Medien konfrontiert werden.

Wir haben den Eindruck, dass manche Kinder ungefiltert Nachrichten über die Ukraine

sehen und hören und auch die Betroffenheit der Erwachsenen in ihrer Umgebung stark

überfordernd wirkt.


Deshalb versuche ich, einige der Gedanken aus einem Gespräch weiterzugeben, das in

unserem Kindergarten im kleinen Kreis mit Eltern stattgefunden hat und an meinen

Erfahrungen teilhaben zu lassen, die ich aus der Arbeit in der Notfallpädagogik in

Krisengebieten und meiner Tätigkeit im Kindergarten im Libanon gewonnen habe.

Vielleicht ist das hilfreich für die Situation im Moment.


So sehr wir es uns auch wünschen, dass unsere Kinder behütet und sorglos aufwachsen:

Es ist eine Tatsache, dass es in der Welt Konflikte, Krisen und Kriege gibt, und auch wenn

wir von den großen Weltereignissen auf unseren Alltag schauen, erleben wir

Missverständnisse, Ärger, Meinungsverschiedenheiten und Konflikte, die je nach

Verfassung der Beteiligten ganz handgreiflich, aber auch emotional und intellektuell oder

in guten Gesprächen ausgetragen werden.

Wie man angemessen mit Konflikten umgeht, ist ein großes Übungsfeld, auf dem wir alle

noch viel zu lernen haben!


Durch Unterhaltungen von Erwachsenen, in der Familie, beim Einkaufen, in der Bahn

oder durch größere Geschwister, die Fragen aus der Schule mit nach Hause bringen usw.,

kann es sein, dass auch Kinder vom Krieg erfahren, deren Eltern sich bemühen, diese

Themen fernzuhalten.

Sogar aus dem Kindergarten werden unter Umständen Dinge mit nach Hause gebracht,

die Sie als Eltern erstaunen lassen und betroffen machen.

Hilfreich kann es sein, wenn Sie dabei die folgenden Anregungen bei ihren Reaktionen

berücksichtigen:


Versuchen Sie, ruhig zu bleiben!

Das Kind soll das Gefühl haben, dass es den Eltern alles erzählen kann, was es bewegt.

Dass zugehört wird, ohne zu unterbrechen oder das Gespräch schnell zu beenden. Zeigen

Sie sich interessiert, fragen Sie, woher Ihr Kind davon weiß.

Sind kleinere Kinder dabei, für die die Fragen noch nicht relevant sind, kann man das

Gespräch auch verschieben: »Das ist ja sehr wichtig, was Du mir erzählst, das interessiert

mich sehr, da brauche ich richtig Zeit dafür. Das machen wir nachher, wenn der kleine

Bruder seinen Mittagsschlaf hält.« Vermeiden Sie, diese Gespräche direkt vor dem

Schlafengehen, es sei denn, das Kind fragt genau dann und will etwas loswerden, was es

bedrückt.


Nennen Sie die Dinge beim Namen!

Reden Sie nicht »um den heißen Brei herum«, wenn Ihr Kind vom Krieg erzählt. Dann

bleibt wenig Raum für wilde Phantastereien, die sonst belasten könnten.

Je nach Alter des Kindes kann man sagen: »Ja, das stimmt. Es gibt ein Land, in dem ist

gerade ein großer Streit ausgebrochen.« Oder: »Ja, da gibt es wirklich einen schlimmen

Krieg, der ausgebrochen ist, darüber bin ich sehr traurig. Zwei Länder streiten sich um ein

Gebiet und dabei geht gerade richtig viel kaputt. Zum Glück gibt es sehr viele Menschen,

die alles dafür tun, damit der Krieg wieder aufhört. Sie reden miteinander und versuchen,

eine Lösung für den Streit zu finden.«

Vermeiden Sie dabei pauschale Urteile über »die Russen«, »die Ukrainer« usw. Bei kleinen

Kindern braucht man gar keine Länder oder Verantwortliche benennen.

Hören Sie auf die Frage Ihres Kindes! Nur so viel antworten, wie auch gefragt wird. Nicht

alles eigene Wissen oder Urteile über dem Kind ausschütten.


Hoffnung ausdrücken!

Auch wenn es schwer fällt, im Moment einen Lichtblick zu sehen: Vermitteln Sie, dass es

Wege gibt, den Konflikt zu beenden. Der Konflikt ist von Menschen gemacht, also kann er

auch von Menschen beendet werden! Und die meisten Menschen auf der Welt wollen ein

friedliches Miteinander!

Bei größeren Kindern vielleicht die Frage stellen: »Was würdest Du tun, wenn Du jetzt

Bundeskanzler wärst? Wenn Du etwas bestimmen könntest?« Diese Vorschläge ernst

nehmen, nicht als naiv abtun, denn meist steckt dahinter das große Menschheitsideal von

Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit, wovon Kinder intuitiv wissen!


Werden Sie aktiv!

Tun Sie etwas für andere: Kinder können ein Bild malen, auf dem die Welt friedlich und

schön ist und es verschenken. Sie können eine Kerze anzünden, beten oder einen Spruch

sagen. Sie können mit Ihrem Kind Dinge aus dem Kinderzimmer heraussuchen, die man

verschenken kann, z.B. an die Flüchtlinge, die hier bei uns ankommen. Man kann auch

spenden, vielleicht einen Betrag des Taschengeldes? In der Hauptsache hilft das anderen

Menschen und andererseits kommt man aus dem passiven Ertragen der Situation in eine

Handlung. Das ist sehr wichtig in belastenden Situationen, sich selbst als aktiven

Menschen zu erleben und nicht als ohnmächtigen.


Keine Nachrichtensendungen schauen!

Alle Bilder und Kommentare zum Krieg aus den Medien Internet, Radio, Fernsehen usw.

wirken verstörend, können von jüngeren Kindern, und damit meine ich Kinder bis 12

Jahre, nicht richtig verstanden und eingeordnet werden. Wenn Sie sich damit den Krieg in

Ihr Wohnzimmer holen, brauchen Sie sich nicht zu wundern, wenn Ihr Kind Angst

bekommt, schlecht schläft oder andere Anzeichen von Belastung bis hin zu

Traumatisierung zeigt.


Holen Sie sich Hilfe, wenn Sie das Gefühl haben, Sie kommen nicht mehr mit der

Situation klar!

Das können Ehepartner, Freunde und Verwandte sein, mit denen man sich aussprechen

kann oder auch professionelle Hilfe von Beratungsstellen. Es gibt das Phänomen der

sekundären Traumatisierung, also nicht durch selbst erlebte Katastrophen, sondern über

Berichte und Bilder! Das sollten Sie ernst nehmen.


Da sind vielleicht ein paar Tage Pause von Medien und Nachrichten ganz sinnvoll. Statt

dessen auf ausreichenden Schlaf, viel Bewegung an der frischen Luft achten und ein

bewusstes Ausrichten der Gedanken auf aufbauende Texte, z.B. Poesie, gute Literatur oder

ein Kräfte-Tanken über musikalische Eindrücke. Finden Sie etwas, das Sie beruhigt und

Ihnen gut tut. Dann können Sie sich wieder weiter mit der Situation beschäftigen und sind

stabil genug, um für die Kinder einen sicheren Rahmen bieten zu können.


Zum Abschluss noch eine kleine Begebenheit, die mir eine Mutter schilderte:


Sie selbst ist sehr engagiert im sozialen Bereich und hatte sofort nach Ausbruch des

Krieges ein Paket mit Dingen gerichtet, die wahrscheinlich in der Not der Flucht benötigt

werden und dabei sinnvollerweise auch ihre Kinder von 8 und 5 Jahren mithelfen lassen.

Auf dem Weg zur Sammelstelle fragte dann der Fünfj.hrige: »Mama, fahr‘n wir jetzt in

den Krieg?« – Diese Aussage zeigt, wie nah den Kindern alles ist! Sie haben noch keine

Begriffe von Entfernung (auch manche von uns Erwachsenen mussten ja erst einmal

schauen, wo all die Städte in der Ukraine liegen, von denen berichtet wird), von zeitlichen

Abläufen, sondern sind immer mitten im Geschehen, alles ist unmittelbar und Gegenwart.

Das müssen wir berücksichtigen. Ebenso wie die Tatsache, dass auch unsere Stimmungen

und Gefühle fein wahrgenommen werden. Schon deshalb ist ein ehrliches, aber

kindgemäßes Aussprechen der Dinge notwendig, damit es auch Sprache und Wörter gibt

für diese erspürten Erfahrungen in unserer so herausfordernden Zeit!


Ich wünsche allen viel Zuversicht in die Kräfte des Guten in jedem Menschen und im

Weltgeschehen."



*Zur Autorin: Andrea Wiebelitz ist Waldorfkindergärtnerin, Heilpädagogin und Elternberaterin.

Mitbegründerin der Kinderkrippe »Wiegestube Sonnenschein« Karlsruhe

Seminartätigkeit, Elternbildung, Notfallpädagogik in Krisengebieten, Betreuung des Waldorfkindergartens

in Beirut, Libanon, seit 2015.

Monday, May 29, 2017

Einflüsse heutiger Kindererziehung. | Today's influences of raising children.

Liebe/r Leser/in,
ich ermutige jeden Elternteil, der an der Zukunft seines Kindes interessiert ist, diesen wertvollen Beitrag zu lesen (leider nur in englischer Sprache verfügbar, notfalls übersetzen lassen). 
Diese Worte werden mit Sicherheit Dein Denken, Verhalten und Deine Überzeugungen verändern.
Mit leidenschaftlichen Grüßen von
Rainer



Dear reader,
I highly encourage every parent who cares about the future of his/her children to read this valuable article. 
It will surely change your views, attitude and convictions :-)
Passionate greetings from 
Rainer


Tuesday, February 23, 2016

Erziehung. | Education.

Was Kinder heute wirklich brauchen.


Vier Haltungen sind es, die sich Kinder von ihren Eltern wünschen, sagt Pädagoge Jan-Uwe Rogge. Vergleiche mit anderen Kindern, Überbehütung und ständige Beobachtung gehören da nicht dazu.
„Erziehung hat mit Lachen zu tun“, sagt Jan-Uwe Rogge – und kein Erziehungsredner könnte diese Botschaft besser vermitteln als er. Rogge zitiert den Pädagogen Pestalozzi aus dem Jahr 1778:
„Lache dreimal am Tag. Über dich, lass das Kind lachen und lacht gemeinsam! Seid nicht immer so pädagogisch wertvoll!“
Die hunderten Eltern, die Rogges Vortrag lauschen, lachen Tränen. Endlich ein Experte, der erfrischend direkt und humorvoll anspricht, was Eltern hören wollen und sollen: was Kinder abseits von allem angeblich „pädagogisch Wertvollen“ wirklich brauchen.
„Du hast das Kind, so wie es ist – und das gilt es anzunehmen. Auch du musst dich so annehmen, wie du bist. Erziehung hat nichts zu tun mit ziehen, sondern mit Beziehung“, sagt Rogge. In der chinesischen Pädagogik gibt es ein Sprichwort: Du schaust dem Gras beim Wachsen zu. Du ziehst nicht am Grashalm, denn dann reißt du ihn meistens aus.
Der Pädagoge arbeitet seit Jahren mit Eltern und Kindern in der Erziehungsberatung. „Wenn ich Kinder frage: Was wünscht ihr euch?“, sagt Rogge, dann gebe es vier Dinge, die sie sich von ihren Eltern wünschen.

1. Nehmt mich an, wie ich bin.

„Was ich so schön finde: Der Petrus da oben, der für die Vergabe der Kinder auf der Welt verantwortlich ist, hat mit einer unnachahmlichen Treffsicherheit das passende Kind für die passenden Eltern. Nur meistens passt’s den Eltern nicht“, bringt Rogge seine Zuhörer zum Lachen. Eltern dürfen darauf vertrauen, dass sie das für sie passende Kind bekommen.
Diese Botschaft weiß Rogge überspitzt zu vermitteln: „Kennen Sie so Power-Eltern, so pädagogisch hyperaktive? Solche Eltern bekommen meistens als erstes Kind eine Schnecke. Eine Schnecke, die einfach nur so sitzt. Und denkt, wenn hier alle so rennen wie meine Eltern, drehen alle durch! Die einzige Person, die hier ruhig ist, bin ich. Diese Schnecke sitzt da…und schaut…sieht in drei Metern Entfernung einen Orangensaft…und denkt, der würde mir schmecken, dieser Saft. Doch bis ich als Schnecke dort bin, ist Weihnachten…“ Was nach einer Anekdote klingt, hätte Rogge auch wissenschaftlich erklären können, sagt er – „aber dann hätten Sie’s zuhause wieder vergessen.“ Die Botschaft an die Eltern also: Ich habe das Kind, so wie es ist – und so darf ich es annehmen.
„Nehmt mich an, wie ich bin“ heißt auch, dem Kind keine Rollen zuzuschreiben. Solche Rollenzuschreibungen klingen wie: „Paula ist ein Einzelkind. Ein Einzelkind!“ Oder: „Robert ist unser Sorgenkind!“
Man müsse Kindern nur lange genug Rollen zuweisen, dann würden sie die auch erfüllen. Manche kommen ihr Leben lang nicht aus der Rolle heraus.
„Du brauchst an diesem Kind nichts wiedergutzumachen“, betont Jan-Uwe Rogge vor den Eltern. Es gebe einen Satz, der ihm immer wieder zeige, dass das noch nicht gelungen ist: „Ich will doch nur dein Bestes.“ Wie klingt das für Kinder? Ein 10-Jähriger hat es mit einer Aussage deutlich gemacht: „Herr Rogge, meine Mama will mein Bestes. Was bleibt dann für mich?“

2. Vergleicht mich nicht immer.

„Vergleiche nie ein Kind mit einem anderen, es sei denn, mit sich selbst“, hat Pädagoge Pestalozzi gesagt. Rogge ergänzt: „Jedes Kind kommt in seinem Tempo in diese Welt – und es will in diesem Tempo getragen werden.“ Wenn Mütter sich am Spielplatz treffen, über ihre Kinder reden und sie vor allem vergleichen, machen sie sich selbst das Leben schwer. „Manche Kinder schlafen von Anfang an durch. Manche eben nicht!“, betont Rogge.
Erziehung ist nicht die Vorbereitung auf das Leben, Erziehung ist das Leben selbst. Im Hier und Jetzt.

3. Beobachtet mich nicht immer.

Kinder wünschen sich Räume, wo sie alleine sein können. „Erinnern Sie sich an Ihre Kindheit?“, fragt Jan-Uwe Rogge die Eltern. Und gibt die Antwort gleich selbst: „Da gab’s Büsche. Und dahinter lag die Kinderrepublik.“
Gar nicht leicht in einer Zeit, in der Kinder so gerne verglichen, diagnostiziert und beobachtet werden – und das ständig. „Sie machen das doch gut“, sagt Jan-Uwe Rogge zu den Eltern, „aber Kinder haben es schwer heute. Es gibt ja noch Büsche, aber heute steckt in jedem Busch eine Mutter… Kinder sind ständig unter Beobachtung, man gibt ihnen keinen Raum mehr.“ So erzählt der siebenjährige Frederik: „Wenn Papa und Mama sich nur öfter ansehen würden, dann würden sie mich nicht immer sehen!“

4. Kümmert euch auch um euch selbst.

Im Kinderlied „Hänschen klein“ sieht Jan-Uwe Rogge alle Punkte vereint. In diesem Volkslied, das im Original die Ablösung eines Kindes vom Elternhaus beschreibt, erkennt Rogge auch Weisheiten für eine Kindheit, die Kinder stark macht. Das Lied beginnt mit:
„Hänschen klein geht allein.“
„Hänschen geht! Er wird nicht gefahren. Er geht allein! Oder mit Freunden!“, Rogges Stimme überschlägt sich beinahe, so bedacht ist er darauf, diese Phrase zu betonen. Er sei doch schön, dieser Schulweg, auf dem ein Kind gemeinsam mit anderen etwas erleben kann, weil es nicht mit dem Auto hingebracht wird.
Kinder wollen miteinander reden, miteinander zu tun haben, von Gleichaltrigen lernen – ohne dabei beobachtet zu werden.
„In die weite Welt hinein.“
Das Kind will eigene Erfahrungen machen. Es ist schön, dass es Vater und Mutter gibt, sie sind der Hafen. Doch das Kind will sich im offenen Meer austoben, es kommt in den Hafen zurück, wenn ihm danach ist.
„Stock und Hut steht ihm gut.“
Jedes Kind braucht Behütung, wenn es in die Welt hinausgeht. Allerdings eine, die ermutigend ist und klingt wie: Du schaffst es! Mach’s gut! Bis später! Heute sind viele Kinder überbehütet.
„Aber Mutter weinet sehr, hat ja nun kein Hänschen mehr.“
„…und ich denke, dass das in Ordnung ist, man darf weinen!“, sagt Rogge. Abschiedstränen seien notwendig, für Eltern sei es ja schwer: „Nach der fünften Kindergartenwoche ist aus Hänschen Hans geworden.“
„Wünscht ihm Glück.“
Eltern haben die Aufgabe, dem Kind Kraft und Zuversicht für den Lebensalltag zu geben. In der Erziehung helfe dafür eine Haltung der Dankbarkeit und der Demut. „Sei dankbar, dass du dieses Kind hast. Kinder sind Geschenke“, betont Rogge. Es gebe bloß zwei „hammerharte Phasen“, in denen die Dankbarkeit auf die Probe gestellt wird: das Trotzalter und die Pubertät…
Um Demut zu verstehen, brauche man nur an das Gleichnis vom verlorenen Sohn zu denken. Darin verspielt der Sohn sein gesamtes Erbe. Als er als armer Mann zum Vater zurückkehrt, wird er mit offenen Armen empfangen und es wird zu seinen Ehren gefeiert!
„Es ist einfach, Kinder anzunehmen, wenn sie funktionieren“, weiß Rogge. „Demut heißt, den 3-jährigen Felix auch anzunehmen, wenn er bei Billa schreiend an der Kassa liegt.“
In einem solchen Fall muss ein Elternteil sagen: „Das ist mein Kleiner, den kenn ich. Ich kenn ihn auch anders, aber so ist er auch…“
Rogge fasst zusammen: „Was Kinder heute brauchen, sind Eltern, die sich so annehmen, wie sie sind. Wenn sie das können, können sie auch ihre Kinder annehmen, wie sie sind.“
Jan-Uwe Rogge ist Bestsellerautor zahlreicher Erziehungsbücher und vielzitierter Erziehungsexperte. Beim Jako-o-Familienkongress referierte er zum Thema „Was Kinder und Jugendliche heute brauchen“.

Quelle: http://www.meinefamilie.at/erziehung/elternsein/jan-uwe-rogge-was-kinder-brauchen, 23. Februar 2016

Wednesday, February 10, 2016

Heldin. | Hero.

Liebe Familie, liebe Freunde, liebe Leserschaft,

schaut Euch diese heldenhafte Mutter beim Ankleiden ihrer achtmonatigen Drillinge und ihres zweijährigen Kleinkind an.

Und das immer mit einem Lächeln auf ihren Lippen...irgendwie empfinden wir das mit unseren (nur) ZWEI Kleinen schon so... :-)

Ermutigende und vor Tränen lachende Grüße schicken Euch

Rainer & Kerstin.





Dear family, dear friends, dear readers,

watch this super mom change her eight month old triplets and her two year old toddler!

All with a smile on her face...somehow, we feel like that with just our (just) TWO young ones... :-)


Encouraging greetings - by laughing our heads off - from

Rainer & Kerstin.


Thursday, May 01, 2014

Eins. | One.

Geliebter Noah, 

heute vor einem Jahr wurdest Du genau zu dieser Uhrzeit in diese wunderschöne Welt geboren. 
Wir danken Deinem Schöpfer für dieses Wunder (Psalm 127,3) und für Deinen Freude-erfüllten Charakter. 

Deine Eltern. 




Dearest Noah, 

as of today, it was one year ago and exactly at this time when you were born into this beautiful world. 
We are grateful to your Creator for this miracle and for who you are (Psalm 127:3). 

Your parents.

Thursday, January 10, 2013

Erziehung mal ganz anders.

Wir haben die Ehre, Dr. Robi Sonderegger für DAS Erziehungs- und Beziehungsseminar bei uns in Konstanz am Bodensee zu haben:
Samstagnachmittag, 19. Januar 2013 von 14-20 Uhr.

Dr. Robi Sonderegger ist ein international anerkannter, klinischer Psychologe. Er ist aktiv in diversen humanitären Projekten. Als ein hingegebener Ehemann und Vater von vier Kindern hat sich Dr. Robi zum Ziel gesetzt, neue Erkenntnisse in der Psychologie direkt in die Familien nach Hause zu bringen. 

Dr. Robi bereist die meisten Teile der Welt, um praktische Botschaften zu verschiedenen Themen im Bereich der persönlichen und psychischen Gesundheit und der Familienthematik zu überbringen. 
In Entwicklungsländern haben Dr. Robis Pragramme zehntausenden von Familien, die von Krieg, Ausbeutung und Naturkatastrophen betroffen sind und waren, nachhaltig geholfen.

In diesem ungewöhnlichen Seminar wirst Du lernen,...:

  • ...wie Du das Herz Deines Kindes inspirieren, aufziehen und erobern kannst,
  • ...den Wert und die Wichtigkeit in der Familie als Team zu erarbeiten,
  • ...strategische Ordnung von Regeln und Beziehungen in Eurem Haus umzusetzen,
  • ...wie zerstörende Einstellungen und Verhaltensweisen beseitigt werden können,
  • ...Wege zu entdecken, um positives Verhalten zu entwickeln und aufrechtzuhalten,
  • ...einen einfachen Schlachtplan herzustellen, um Familienziele erreichen zu können,
  • ...wie Du die herausfordernste Rolle der Welt stressfreier und spaßiger erleben kannst.
Deine Eintrittskarte kannst Du vor Ort in der Halle 1, Schneckenburgstraße 11, 78467 Konstanz, oder unter www.cvents.de reservieren. 

Wir freuen uns auf unser Wiedersehen mit ihm und Dir!

Rainer & Kerstin.

Tuesday, July 24, 2012

Erziehung. | Parenting.

If I had my child to raise all over again,
I'd build self esteem first, and the house later.
I'd fingerpaint more, and point the finger less.
 I would do less correcting and more connecting.
I'd take my eyes off my watch, and watch with my eyes.
I would care to know less and know to care more.
I'd take more hikes and fly more kites.
I'd stop playing serious, and seriously play.
I would run through more fields and gaze at more stars.
I'd do more hugging and less tugging.
I'd see the oak tree in the acorn more often.
I would be firm less often, and affirm much more.
I'd model less about the love of power
and more about the power of love.

("If I Had My Child to Raise Over Again" by Diane Loomans)

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Wenn ich mein Kind nochmals aufzöge,
baute ich zuerst dessen Selbstbewusstsein und dann das Haus auf.
Ich malte mehr mit Fingergarben und zeigte weniger mit Fingern.
Ich korrigierte seltener und suchte öfters den Kontakt.
Ich schaute mit meinen Augen nicht auf die Zeit, sondern verbrächte Zeit mit meinen Augen.
Wissen kümmerte mich weniger - ich wüsste, mich mehr zu kümmern.
Ich lief mehr Wanderungen und flöge mit mehr Drachen.
Ich spielte nicht mehr vor, so ernst zu sein und spielte öfters.
Ich rannte durch mehr Felder und betrachtete öfters die Sterne. 
Ich umarmte öfters und jammerte weniger.
Ich sähe die Eiche öfters in der Eichel.
Ich wäre seltener unnachgiebig und bekräftigte öfters.
Ich erachtete seltener die Liebe zur Macht
und öfters die Macht der Liebe als Vorbild.

Thursday, February 03, 2011

o8. Januar 2o11: Offizielle Eröffnung der in Konstanz gegründeten Kindertagesstätte

Special thanks for renovating all rooms over months to all hard-working friends.

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Special thanks for the cake to lovely family HERZ.