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Sunday, June 29, 2014

Die Kunst der Ehe. | The Art of Marriage.


A good marriage must be created.
In the art of marriage the little things are the big things…

It is never being too old to hold hands.
It is remembering to say, “I love you for...” at least once a day.
It is never going to sleep angry.
It is having a mutual sense of values and common objectives;
It is standing together facing the world.
It is forming a circle of love that gathers in the whole family.
It is speaking words of appreciation and demonstrating gratitude
       in thoughtful ways.
It is having the capacity to forgive and forget.
It is in giving each other an atmosphere in which each can grow.
It is finding room for the things of the Spirit
It is a common search for the good and the beautiful.
It is not only marrying the right partner,
It is being the right partner.                        
                                                                

                                                                        Author Wilfred A. Peterson

Sunday, April 28, 2013

Frühling. | Spring.

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche, zog sich in raue Berge zurück. Von dort her sendet er, fliehend, nur ohnmächtige Schauer körnigen Eises in Streifen über die grünende Flur. Aber die Sonne duldet kein Weißes, überall regt sich Bildung und Streben, alles will sie mit Farben beleben; doch an Blumen fehlt´s im Revier, sie nimmt geputzte Menschen dafür.

Kehre dich um, von diesen Höhen nach der Stadt zurück zu sehen! Aus dem hohlen, finstern Tor dringt ein buntes Gewimmel hervor. Jeder sonnt sich heute so gern. Sie feiern die Auferstehung des Herrn, denn sie sind selber auferstanden: aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern, aus Handwerks- und Gewerbesbanden, aus dem Druck von Giebeln und Dächern, aus der Straßen quetschender Enge, aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht, sind sie alle ans Licht gebracht.

Sieh nur, sieh! Wie behend sich die Menge durch die Gärten und Felder zerschlägt, wie der Fluss in Breit´ und Länge so manchen lustigen Nachen bewegt, und, bis zum Sinken überladen, entfernt sich dieser letzte Kahn. Selbst von des Berges fernen Pfaden blinken uns farbige Kleider an. Ich höre schon des Dorfs Getümmel, hier ist des Volkes wahrer Himmel, zufrieden jauchzet groß und klein:

Hier bin ich Mensch, hier darf ich´s sein!

- Johann Wolfgang von Goethe (1749-1832) -